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Nabelschnurgewebe: ein wichtiger Baustein

embryo and cord tissueNabelschnurgewebe könnte zu einem wichtigen Baustein für die zukünftige Behandlung vieler Krankheiten werden. Die Nabelschnur ist für das Leben eines Babys im Mutterleib entscheidend. Nach der Geburt wird sie aber häufig achtlos mit den anderen Teilen der Nachgeburt entsorgt, die ebenfalls ihren Dienst erfüllt zu haben scheinen. Wissenschaftler machen rasch Fortschritte in der Erkenntnis, dass das Gewebe der Nabelschnur ein wichtiger Baustein in der Behandlung vieler Krankheiten sein könnte, die seit Jahren die Gesundheitsbranche ratlos gemacht haben.

Aus Nabelschnurgewebe gewonnene mesenchymale Stammzellen (MSCs) sind jünger und werden als höherwertige Quelle im Vergleich zu mesenchymalen Stammzellen aus Knochenmark angesehen. Die jüngeren Zellen können sich im Vergleich zu ihren älteren Gegenstücken besser vervielfachen und ausdifferenzieren.

Ganz wie Nabelschnurblut kann auch Nabelschnurgewebe in unserer Bank eingelagert werden. Während es aktuell noch nicht viele Möglichkeiten zur Lagerung von Nabelschnurgewebe am Markt gibt, sind sich Heilberufler einig, dass der Markt für eine Erweiterung bereit ist, sobald sich ein tiefer gehendes Verständnis dieses Ressourcenpotentials durchgesetzt hat.

Vorteile von Nabelschnurgewebe als Quelle für mesenchymale Stammzellen

Mesenchymale Stammzellen (MSCs) können aus vielen Geweben isoliert werden, so zum Beispiel Knochenmark, Fettgewebe, Nabelschnur, etc. Allerdings verfügt Nabelschnurgewebe gegenüber anderen Geweben als Quelle für mesenchymale Stammzellen über eindeutige Vorteile:

  • Die Nabelschnur wird normalerweise bei der Entbindung entsorgt, daher entsteht durch die Isolation von mesenchymalen Stammzellen keinerlei Kontroverse auf ethischer Ebene, wie es beispielsweise bei embryonalen Stammzellen der Fall wäre.
  • Leichter, schmerzfreier und risikoloser Gewinnungsablauf.
  • Größere Zellanzahl, besseres Differenzierungspotential und schnellere Teilungsraten im Vergleich zu dem aus Knochenmark gewonnenen mesenchymalen Stammzellen. Das große Volumen der Nabelschnur sowie die Leichtigkeit der physischen Manipulation vergrößert den Ertrag an mesenchymalen Stammzellen. Außerdem ist bekannt, dass die Teilungsfähigkeit der mesenchymalen Stammzellen mit dem Alter des Spenders abnimmt. Die Anzahl an mesenchymalen Stammzellen im Knochenmark verringert sich von 1 mesenchymalen Stammzelle pro 10.000 einkernigen Knochenmarkszellen bei Neugeborenen auf 1 pro 100.000 bei Teenagern und letztlich
  • Aufgrund der Plazentaschranke haben aus Nabelschnurblut gewonnene mesenchymale Stammzellen ein geringeres Risiko für bakterielle und virale Infektionen als die aus Knochenmark, Fettgewebe und peripheren Blutzellen gewonnenen Stammzellen.
  • Vor allen Dingen kann es sein, dass die Nabelschnur weitere residente Stammzellpopulationen mit gesteigerter Wirksamkeit enthält, was auf ihr Auftreten in der Frühentwicklungsperiode der Individualentwicklung zurückgeführt werden kann.

Auch das Nabelschnurblut enthält mesenchymale Stammzellen. Allerdings beträgt die Anzahl an mesenchymalen Stammzellen bei Erwachsenen 1.000-5.000 solcher Zellen pro Kubikzentimeter an Nabelschnurblut und 10.000-15.000 pro Zentimeter an Nabelschnurgewebe. Die Effizienz von Verarbeitung und Isolation der mesenchymalen Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe liegt bei 100 % verglichen mit 63 % aus dem Nabelschnurblut.