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Nabelschnurblut und Stammzellen

taking umbilical cord bloodSchnurblut oder Nabelschnurblut ist das Blut, das direkt nach der Geburt aus der Nabelschnur und der Plazenta eines Neugeborenen gewonnen wird.
Nabelschnurblut enthält hohe Konzentrationen an Stammzellen. Aus diesen Zellen entwickeln sich alle neuen Blutzellen, das körpereigene Immunsystem sowie andere Organgewebe. Diese aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen produzieren die Zellbestandteile, die für den Blutkreislauf und das Immunsystem erforderlich sind. Werden die aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen bei Patienten transplantiert, können Sie dazu beitragen, das Blut- und Immunsystem wiederherzustellen, um damit Erkrankungen zu bekämpfen und erkranktes Blut zu ersetzen.

Neue Studien haben gezeigt, dass das Nabelschnurblut gegenüber traditionellen Knochenmarktransplantationen klare Vorteile hat. Dies gilt besonders für Kinder und kann in Fällen lebensrettend sein, in denen kein passender Knochenmarkspender gefunden wird. Ungefähr 50 % der Patienten, die eine Knochenmarktransplantation brauchen, finden innerhalb der entsprechenden Zeitspanne keinen geeigneten Spender. In bestimmten Fällen kann es von medizinischer Seite problematisch sein, die eigenen Nabelschnurblutzellen zu verwenden. Auch die Verfügbarkeit der Zellen kann ein Problem darstellen. Dann sind Behandlungen erforderlich, bei denen Zellen eines anderen Spenders verwendet werden. Dabei handelt es sich meistens um nicht verwandte Spender. Studien haben allerdings gezeigt, dass sich aus Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen auch für Geschwister sowie andere Familienmitglieder eignen, sofern der Gewebetyp übereinstimmt. Bei Geschwistern besteht eine 75-prozentige Chance auf Übereinstimmung. Es kann sogar sein, dass das Nabelschnurblut auch für Eltern (50 %) und Großeltern passt.

Wie wird Nabelschnurblut gewonnen?

Die Gewinnung des Nabelschnurbluts ist einfach und stellt für Ihr Kind keinerlei Risiko dar. Sofort nach der Geburt Ihres Kindes wird die Nabelschnur abgeklemmt und das Kind ist damit von der Nabelschnur getrennt. Jetzt wird die am Auffangbeutel befestigte Nadel in die Vene der Nabelschnur eingeführt. Das Blut aus Plazenta / Nabelschnur wird mittels Schwerkraft angezogen und fließt in den Auffangbeutel. Der Beutel ist mit einem Mittel gegen die Blutgerinnung ausgestattet, damit das Blut nicht klumpt, bevor es unser Labor erreicht. Anders als bei der traditionellen Knochenmarkgewinnung, bei der normalerweise eine allgemeine Betäubung und eine Erholungsphase erforderlich sind, ist der Prozess der Nabelschnurblutgewinnung nicht invasiv, schmerzfrei und braucht normalerweise insgesamt nur drei bis fünf Minuten. Salveo wird Ihnen nach Anmeldung und vor dem Geburtstermin Ihres Kindes ein Set zur Gewinnung des Nabelschnurbluts zur Verfügung stellen. Sie bringen dieses Set einfach dem Arzt oder der Hebamme im Krankenhaus mit, damit das Nabelschnurblut nach der Geburt darin gewonnen werden kann.