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Studien und Klinikversuche zeigen die große Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten für Neugeborenenzellen in einer Vielzahl an therapeutischen Bereichen:

22 September 2011: Stammzellen und Hirnverletzungen
Einleitung: Die Transplantation von Stammzellen stellt eine viel versprechende Therapiestrategie für die Behandlung eines Schlaganfalls dar. Mesenchymale Stammzellen (MSCs) dienen als potentielle Zellquelle für die klinische Anwendung, da sie leicht gewonnen und mit hoher Proliferation kultiviert werden können.

Die Sicherheit und Effizienz der Zelltherapie hängt von der Art der Zellanwendung ab. Um das therapeutische Potential einer intrathekalen Anwendung von Stammzellen zu bestimmen, haben wir aus menschlichem Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen intrathekal in das Rückenmark der Lendenwirbelsäule bzw. intravenös in die Schwanzvene eines Rattenmodells nach Schlaganfall verabreicht und dann untersucht, ob die aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen in das Gehirn eindringen, überleben und die neurologische Funktionswiederherstellung nach einem Schlaganfall unterstützen können.

Schlussfolgerungen: Zusammengenommen weisen die Ergebnisse aus, dass die intrathekale Verabreichung mesenchymaler Stammzellen für die Behandlung von Hirnverletzungen, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall, oder neurodegenerativen Störungen unter Verwendung mesenchymaler Stammzellen sinnvoll und gut durchführbar sein kann.

Autor: Jung Yeon Lim Chang Hyun JeongJin Ae JunSeong Muk KimChung Heon
Quelle:Stammzellenforschung & -therapie 2011

Herzinstandsetzung – Gemäß der an der Universitätsklinik in München im Jahr 2008 durchgeführten Forschungen könnte Nabelschnurblut eines Tages dazu beitragen, die Herzen von Kindern zu heilen, die mit fehlerhaften Herzklappen zur Welt gekommen sind. In der Studie verwendete das Forschungsteam aus Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen. Die Zellen wurden auf acht Herzklappen-Scaffolds angesiedelt, die aus einem biologisch abbaubaren Material gefertigt wurden. Die mittels Biotechnik hergestellten Klappen verhielten sich beim Test, wie sie mit der Durchblutung und dem Blutdruck zurecht kommen würden, ähnlich wie natürliche Herzklappen. Mit der Zeit lösen sich die Scaffolds auf und hinterlassen eine komplett ausgeformte Struktur, die aus den Stammzellen gebildet wird.

Knochengewebswiederherstellung – Im März 2010 erzielten Forscher an der Columbia-Universität bedeutende Fortschritte auf dem Bereich der regenerativen Medizin mit Schwerpunkt auf der Wiederherstellung von Knochengewebe. Sie berichten, dass sie ein gewebsverändertes Kieferknochengewebe unter Verwendung von aus Knochenmark gewonnenen mesenchymalen Stammzellen (MSCs) geschaffen haben. Mesenchymale Stammzellen erzeugen auf natürliche Art und Weise Bindegewebe, wie Knochen und Knorpel und machen damit die Knochengewebswiederherstellung heutzutage zu einem der am meisten untersuchten therapeutischen Gebiete für mesenchymale Stammzellen. Diese Stammzellen sind außerdem im Nabelschnurblut zu finden sowie in besonders hohen Konzentrationen im Nabelschnurgewebe. Mesenchymale Stammzellen können bei eine Rolle beim Vorantreiben dieser Behandlungsmöglichkeiten spielen und damit gewebsverändertes Knochengewebe in den Operationssaal bringen. Eine ganze Reihe an globalen Institutionen testet bereits gewebsverändertes Knochengewebe aus einer Vielzahl an Quellen für mesenchymale Stammzellen auf Sicherheit und Durchführbarkeit in Tierversuchen sowie einer menschlichen Versuchsgruppe.

Rückenmarksverletzung – Eine im Juni 2010 in der Zeitschrift Spine veröffentlichte Studie fand heraus, dass Stammzellen aus der Nabelschnur menschlicher Neugeborener die neurologische Funktion von Ratten nach einer akuten Rückenmarksverletzung verbessern können. Die innerhalb dieser Studie mit aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelten Ratten verzeichneten eine bedeutend verbesserte Wiederherstellung des Bewegungsapparats (hier die Fähigkeit sich von einem Ort zu einem anderen Ort fortzubewegen) bei einem Versuchsverlauf über sechs Wochen im Vergleich zu nicht behandelten Ratten. Zusätzlich war der verletzte Bereich nach sechs Wochen Behandlung bedeutend kleiner bei den behandelten Tieren als bei den nicht behandelten. Diese Studie reiht sich damit in den immer größer werdenden Nachweiskatalog ein, der das therapeutische Potential von aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen zur Heilung von Nervenschäden untermauert.

Für weitere Informationen sehen Sie sich die mit Stammzellen behandelten Krankheiten an.